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Kuratorium Sport & Natur e.V.

 

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NEWS

 

Regelmäßig erscheint unser Newsletter mit einer Übersicht über relevante Themen, Novellen, und Initiativen.

 

Besonders Aktuelles aus dem Themenkomplex Natur und Sport finden Sie hier:

 

 

22.11.2016

NEUER NEWSLETTER IST ERSCHIENEN UND VERSCHICKT

Bewegung im Naturschutzgesetz NRW +++

Wald und Erholung auf Bundesebene +++

uvm im Mailversand und hier.

 

15.11.2016

DEUTSCHER ALPENVEREIN

RESOLUTION FÜR DEN ALPENPLAN

Ein großes Thema beschäftigt seit einigen Monaten den DAV und andere Naturschutzverbände: eine geplante Skischaukel am Riedberger Horn im Allgäu.

Das umstrittene Erschließungsvorhaben in der absolut schützenswerten Zone C des Alpenplanes hat eine öffentliche Debatte ausgelöst und die Berichterstattung der Medien in den letzten Wochen und Monaten beherrscht. Dass mit diesem Projekt auch der gesamte Alpenplan in Frage gestellt wird, bereitet größte Sorge. Die Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins fordert nun in einer Resolution die Bayerische Staatsregierung auf, den Alpenplan zum Schutz des bayerischen Alpenraums nicht zu verändern. Ein deutliches Signal an die Politik. Mehr.

22.10.2016

1. DEUTSCHER WALDTAG DES BMEL - MEHR GEMEINSAMES ALS TRENNENDES

Engagierter Dialog förderte auf dem Waldtag des BMEL vom 18.-19.10. bei den verschiedenen Nutzerinnen und Nutzern im Lebens-Wirtschafts- und Erholungsraum Wald Verständnis für die Beweggründe jeweils anderer Interessen. Die Kooperationsansötze von Forstwirtschaft und Sport oder Naturschutz und Sport sind zu vielversprechend als dass Sie wegen vermeintlich starker Differenzen im Keim erstickt werden dürfen.

Das erstmalige Zusammenführen der unterschiedlichen Akteure auf Bundesebene war so positiv, dass unter der Leitung des BMEL eine dauerhafte Plattfom für die Akteure im Wald entstehen soll. Sicher ein positives Mittel um die verschiedenen Bedürfnisse regelmässig an einen Tisch zu bringen und Konflikten vorzubeugen.

19.9.2016

DEUTSCHER NATURSCHUTZTAG 2016 - MIT DEM SPORT

Das Thema  des 33. Dt. Naturschutztags in Magdeburg vom 13.-17.9.2016 war diemal Naturschutz und Landnutzung. Sport und Tourismus waren wieder nicht nur im Ausstellungsbereich sondern auch in den Fachforen gut vertreten. Mehr.

 

17.9.2016

NATURSCHUTZ UND WASSERSPORT WIRD "GEWÄSSERRETTER.de"

Anlässlich des diesjährigen International Coastal Cleanup Day am 17. September rufen die drei Spitzensportverbände des Deutschen Olympischen Sportbunds und Deutschlands größter Naturschutzverband zu Reinigungsaktionen an Gewässern auf und warnen vor der zunehmenden Bedrohung durch Plastikmüll. Gemeinsam starten der Deutsche Kanu-Verband e.V. (DKV), der Deutsche Segler-Verband e.V. (DSV), der Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) und der NABU das Internetportal www.gewässerretter.de.

 

Auf gewässerretter.de können Müllfunde gemeldet und Reinigungsaktionen organisiert werden. Darüber hinaus gibt es Informationen rund um den Gewässerschutz.

 

Die gesammelten Daten werden in einer interaktiven Karte dargestellt und liefern wichtige Informationen über die Abfallbelastung der deutschen Gewässer. Mehr.

27.7.2016

RIEDBERGER HORN - SEHR VIEL MEHR ALS NUR EIN BAYERISCHER BERG

Der zum Bundesgebiet gehörige Alpenteil ist bislang von harter Erschließung verschont geblieben. Das ist kein Zufall sondern die raumplanerische Erfolgsgeschichte des sog. „Alpenplans“.

Der Alpenplan ist ein international anerkanntes landesplanerisches Instrument. Es hilft den bayerischen Alpen schon seit 44 Jahren ihren intakten Charakter zu bewahren.

Eine Einteilung in Zonen erlaubt oder verbietet harte Erschließung, in der sog. Zone C haben Natur- und Landschaft absolut Vorrang.

Bayerische Staatsregierung erwägt Abschaffung des Alpenplans.

 

Am jahrelangen Streitfall Riedberger Horn im Allgäu soll Skierschließung nach Erwägung der Bayerischen Staatsregierung in diese Schutzzone möglich sein, was einer Abschaffung des Alpenplans gleich käme.

Die BayernSPD nimmt das Entsetzen der Umweltschützer und Natursportler ernst, der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags hat sich nun mit dem Thema befasst, der notwendige Schritt von Landes- auf Bundesebene wird unternommen. Laut Gutachten darf die Bayerische Staatsregierung keine Ausnahmegenehmigung für das Projekt erteilen, weil es in einem "labilen Gebiet" an einem labilen Hang liegt und damit das Bodenschutzprotokoll unterwandert.

Die Bayerische Staatsregierung will die Entscheidung jetzt den Anliegergemeinden überlassen. 1300 Menschen die teils unmittelbar und teils mittelbar vom alpinen Skitourismus profitieren, über ein für den Alpentourismus in ganz Bayern richtungsweisendes Projekt abstimmen zu lassen ist aber Scheindemokratie.

Ausnahmeregelungen und damit die Schwächung oder gar Abschaffung des Alpenplans würden den ganzen deutschen Alpenraum betreffen, das ist keine Lokalpolitik, sondern das würde einen haarsträubenden Präzedenzfall schaffen.

Mehr zum Riedberger Horn vom Deutschen Alpenverein.

25.7.2016

WASSERTOURISMUSKONZEPT – NUR EIN BERICHT UND UNKONKRET

Das Wassertourismuskonzept des Bundes wurde immer wieder verschoben. Die Zeit war lang genug, angemessen eingebunden wurden die Wassersportverbände aber trotz inständiger Aufforderung nicht. In der ersten Juliwoche 2016 tauchte es nun plötzlich auf und ist leider enttäuschend. Zwar ist das Bekenntnis des Bundes zu seiner Verantwortung für den Erhalt und die Verbesserung der Infrastruktur für die in seinem Eigentum stehenden ausschließlichen Freizeitzwecken (Sport, Tourismus) dienenden Wasserstraßen und der vorgesehene gesonderte Haushaltstitel zu begrüßen.

Ein Wassertourismuskonzept ohne die Nutzer beteiligt zu haben, bleibt aber leider vage und unverbindlich und lediglich ein Bericht, in dem echte, valide Aussagen über die wirtschaftliche Bedeutung und Perspektiven für die Entwicklung des Wassersports und Wassertourismus in Deutschland fehlen.

Mehr vom Deutschen Kanuverband

29.6.2016

NATURA 2000 NUN IM SAUSESCHRITT - KOMMT DENN DA DER SPORT NOCH MIT

Das Fundament des Netzwerks „Natura 2000“ der EU sind die Flora-Fauna-Habitat- (FFH) und die Vogelschutz-Richtlinie, es dient der Erhaltung zusammenhängender Lebensräume und ist seit 1992 ein sehr wichtiger Baustein für die Bemühung um die langfristige Sicherung der Artenvielfalt in Europa.  

Die Mitgliedstaaten der EU haben sich mit der Richtlinie verpflichtet, Gebiete für das Schutzgebietsnetz Natura 2000 auszuweisen, diese sollen grenzübergreifend vernetzt werden, um den Artenaustausch zu ermöglichen. Die Gebiete müssen nach der Ausweisung aber noch rechtlich geschützt und nach Plan gepflegt werden. Daran hapert es und gegen Deutschland ist ein Vertragsverletzungsverfahren der EU anhängig, denn für mehr als die Hälfte der FFH-Schutzgebiete in Deutschland fehlen noch sowohl der rechtliche Schutz als auch Maßnahmen zum Erhalt des Schutzstatus (sog. Managementpläne).

Die Länder sind nun vom Bund aufgefordert, sich Gedanken zu machen, ob Schutzgebiete nicht schneller als bislang geplant ausgewiesen und rechtlich geschützt und Managementpläne dann auch beschleunigend verabschiedet werden können.

Jetzt soll es schnell gehen – was können Musterverträge, Planungshilfen und Co.     für den Sport bedeuten?

In den Schutzgebietsverordnungen und Managementplänen für die einzelnen Gebiete wird festgelegt, welche Nutzungen unter welchen Bedingungen möglich, welche eingeschränkt oder sogar untersagt sind.

Entscheidend für die Akzeptanz der Verordnungen und sogar deren rechtliche Gültigkeit ist die frühzeitige Einbindung Betroffener, also auch des Natursports. Nach 24 Jahren drängt die Zeit, Deutschland muss seinen Verpflichtungen nachkommen, aber bitte nicht zu Lasten der Glaubwürdigkeit -  denn davon leben Naturschutz und Natursport.

Keine unbegründeten Vorabverbote und vereinfachten Managementplanungen

Auch wenn in einigen Bundesländern jetzt zum Teil schnelle standardisierte Empfehlungen für Verordnungstexte und Musterverträge ausgearbeitet werden, um den Unteren Naturschutzbehörden die Arbeit an und mit den Schutzgebieten zu erleichtern -  unbegründete Vorabverbote für das Betreten sind aber fehl am Platz! Pauschale Verbote für den Natursport sind nie angebracht und Reglementierungen sind Sache der späteren Managementplanung, dem Instrument, mit dem dann vor Ort mit allen Beteiligten eine Lösung gefunden wird.

Nur die konkret schutzgebietsbezogenen Managementpläne gewährleisten, so bereits in vielen Bundesländern, dass betroffene Interessen einbezogen werden und Beratungsgremien tätig sind.

Sollte die Managementplanung vereinfacht werden, ist die Gefahr groß, dass auch die Einbindung Betroffener „vereinfacht“ wird. Das wäre fatal – denn Natursport ist Partner des Naturschutzes und braucht offenen und fairen Dialog.

 

Viele gute Beispiele, dass eine Kompromissfindung in empfindlichen Lebensräumen sehr gut klappen kann, finden sich in der Broschüre  „Gemeinsam für Natur und Landschaft – Natura 2000 und Sport“.

3.6.2016

DAS BETRETENSRECHT DARF NICHT AUF DIE ROTE LISTE

Ein Standpunkt von Prof. Franz Brümmer, Vorsitzender des Kuratoriums Sport und Natur in der Ausgabe 119 des Infodienstes Sport schützt Umwelt des DOSB

 

Viele Sportaktive bewegen sich am liebsten in der freien Natur. Eine abwechslungsreiche Landschaft und die Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt machen diesen Raum besonders lebens- und für den Menschen auch „erholenswert“. Diese natürliche Vielfalt zu schützen, bedeutet auch, die Schönheit der Natur zu bewahren.

Arten und Lebensräume werden durch uns beeinflusst – aber Mensch sein heißt, verantwortlich sein, das wusste schon der Flugsportler Antoine de Saint-Exupery. Für die dauerhafte Sicherung einer für Flora, Fauna und den Menschen lebenswerten Natur braucht es Regelungen zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen. Regelungen und Gesetze betreffen viele unterschiedliche Interessenslagen in einem bestimmten Raum. Aber hat man das gleiche prioritäre Ziel, so wird ein hierauf basierender Interessensausgleich möglich, der von allen Beteiligten getragen wird. Vielerorts wird dies schon sehr erfolgreich praktiziert. Wenige Handreichungen dazu würden uns allen noch mehr helfen.

 

Erholungssuchende und Natursportler sind in der Zweckbestimmung des Bundesnaturschutzgesetzes und Bundeswaldgesetzes inkludiert und ebenso wie die anderen Interessen – wie beispielsweise Landwirtschaft und Jagd – auch organisiert. Als notwendiger Dialogpartner werden wir aber leider manchmal übersehen.

Landeswassergesetze, Landesnaturschutzgesetze und Nationalparkgesetze sind nur Beispiele, die man bei Veränderungen nicht unmittelbar mit dem Sport in Verbindung bringt. Gründe dafür mögen sein, dass die Ziele einer Unterschutzstellung dem Erhalt und der Entwicklung empfindlicher Lebensräume dienen. Aber darüber hinaus muss die Sicherung von Erholungsräumen ebenfalls sichergestellt werden.

Bevor Gesetze erlassen werden, ist eine Anhörung der Interessensvertreter meist obligatorisch. Es ist unbedingt notwendig, dass der Sport im Rahmen dieser Verbändeanhörung immer einbezogen wird und als Partner bei Runden Tischen ist – besser einmal zu oft als zu wenig! Oft wird der Sport nicht nur bei Landesgesetzgebungen, sondern auch bei Initiativen wie jüngst dem „Blauen Band“ oder dem „Wassertourismuskonzept“ der Bundesregierung nur unzureichend oder zu spät einbezogen.

 

Eine Abkehr von Vorurteilen, frühzeitiges Einbeziehen der Nutzungsinteressen und Kompromissbereitschaft sind die Basis für Dialog und Miteinander. Ist man sich auf Ministerial- oder Verwaltungsebene unsicher, ob bei neuen Regelungen oder Gesetzesinitiativen eine Betroffenheit besteht, helfen wir immer weiter. Wir können nicht zu oft gefragt werden!

Sport ist ein sehr zeitgemäßer und zuverlässiger Multiplikator für den Naturschutz. Die Natursportverbände werden dieser Rolle seit Jahren gerade auch in ihren Ausbildungswesen gerecht. Trainer im Tauch- oder Kanusport, Skitourenführer, Mountainbiketrainer oder Luftsporttrainer – die Ausbildung in unseren Verbänden beinhaltet einen fundierten naturschutzfachlichen Teil, um einen nachhaltigen Umgang mit der Natur zu gewährleisten. Der Erhalt der Biodiversität wird groß geschrieben.

 

Mittragen und transportieren können wir aber nur, was wir auch verstehen. Regelungen für das Betreten werden zunehmend komplexer formuliert, das wurde jüngst in neuen Landesgesetzgebungen spürbar und macht unsere Arbeit als Multiplikatoren schwer. Für Erholung und Sport sollte es Begeisterung und Rücksichtnahme brauchen – aber keinen zwingenden juristischen Hintergrund, um sich sicher in der freien Landschaft zu bewegen. All das führt auch unzweifelhaft zu einer höheren Akzeptanz von Regelungen.

 

Natursport ist Erholung und diese muss in der freien Landschaft unbedingt kostenfrei möglich bleiben. Auch wenn an zahlreichen Stellen der Preis für Dienstleistungen der Biodiversität oder der Preis des Waldes gemessen werden und die Begrifflichkeiten hier munter vermengt werden – es muss um den Wert gehen, nicht um den monetären Preis.

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